AKTUELLES STÜCK


Sujet mit Sternen

DER KARTENVERKAUF FÜR “BLÜTENTRÄUME” LÄUFT BEREITS AUF VOLLEN TOUREN!

Eine Riege hochkarätiger heimischer Publikumslieblinge trifft sich zu einem „Flirtkurs 55+“,um der drohenden Vereinsamung im nicht mehr ganz so taufrischen Alter zu entfliehen und erlebt dabei allerlei witzige, verrückte und anrührende Erlebnisse.
Eine wunderbare Hommage an das Älterwerden in Würde. Für Jung und Alt.

Mit Katharina Bigus, Daniel Feik, Helmut Fröhlich, Ingrid Höller, Daniel Pascal, Alfred Rauch, Julia Ribbeck und Birgit Zamulo.
Regie: Heidelinde Leutgöb

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei BLÜTENTRÄUME.
Das Team von theater@work

BLÜTENTRÄUME
9. Mai – 22. Juni 2018

VHS Linz Wissensturm, Saal EG 

Wir werden immer älter. Wer heute mit sechzig in den Ruhestand geht, hat unter Umständen ein Drittel seines Lebens noch vor sich.
“Wir sind Menschen in der nachberuflichen Lebensphase”, stellt Friedrich fest, ein pensionierter Schuldirektor.
Er und sechs weitere Frauen und Männer finden sich in der Volkshochschule zu einem “Flirtkurs 55+” zusammen.
Allen ist eines gemeinsam: Sie wollen dem Alleinsein im Alter entfliehen, noch einmal Frühlingsluft schnuppern, sich neu verlieben!
Aber die Alten rebellieren gegen den noch jungen Kursleiter und seine Methoden. Der Kurs droht zu scheitern, da haben sie eine Idee….

Ein Stück zwischen Lachen und Weinen, das Wahrheiten ausspricht, nichts verharmlost, und trotzdem Freude und Zuversicht in die Zukunft möglich macht.

Lutz Hübner ist mittlerweile der meistgespielte Gegenwartsautor auf deutschen Theaterbühnen.
Er zeichnet seine alternden FlirtschülerInnen als Menschen, die alle eine Menge Erfahrungen mit sich herum tragen
und zaghaft den Schritt ins Unbekannte wagen,
weil sie sich zu jung fühlen, um nur noch Enten zu füttern.

 Leiste 1

Mit Daniel Pascal, Ingrid Höller, Helmut Fröhlich, Birgit Zamulo, Alfred Rauch, Katharina Bigus, Julia Ribbeck und Daniel Feik.

Regie: Heidelinde Leutgöb


BLÜTENTRÄUME
Die Stahlstadtkinder sind in die Jahre gekommen.

Stahlstadtkinder immer im Duell
Stahlstadtkinder leben viel zu schnell
Stahlstadtkinder in den Stahlfabriken
Und abends besoffen in den Diskotheken
Willi Warma/1981

“Wer sich an die 80-erJahre erinnern kann, hat sie nicht miterlebt”,  wird der legendäre Sänger und Musiker Falco gerne zitiert.
Und wer sie überlebt hat, der gehört heute zur Generation 55+.

Ja, die Stahlstadtkinder sind in die Jahre gekommen.
Nichts mehr mit “viel zu schnell leben”, “immer im Duell stehen” und abends “besoffen in den Diskotheken”  (die heutzutage außerdem Clubs  heißen) abhängen. Stattdessen fein kochen zuhause, dazu ein gutes Gläschen Rotwein, ein gepflegter Theater-, Kino-  oder Konzertbesuch.

Über genau diese Generation  der Best Ager, der Menschen in der nachberuflichen Lebensphase oder der Generation Silver Sex geht es in Hübners Stück. Über Menschen Mitte/Ende 50, die kaufkräftig und überhaupt potent einem bewegten Ruhestand entgegensehen.”Länger leben, länger lieben”, heißt entsprechend lustmachend ein einschlägiges Sachbuch zum Thema im Untertitel.

Was aber wiederum nicht für jeden eine unbeschwerte Verheißung ist. Denn zur  dauerhaft erfüllten Liebe gehören auch im silbernen Alter immer noch zwei. Bloß da hat eben manch einer die erste Ehe schon hinter sich und auf dem Singlemarkt wenig Erfahrung in Sachen Selbstanpreisung.

BLÜTENTRÄUME zeigt die Gebrechen und Tücken, die Vereinsamung und Vereinzelung, die mit dem Alter Hand in Hand gehen. Es ist aber auch eine Geschichte über Menschen, die jenseits der späten 50 noch vital und voller Energie sind und sich mit Händen und Füßen dagegen wehren, dass die “post-work”-Lebensphase gleichbedeutend ist mit einem Abstellgleis. Die Suche nach der Liebe, Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit sind keine Frage des Alters. Unbestritten ist jedoch, dass es mit zunehmendem Alter nicht einfacher wird, sich auf ein Gegenüber einzulassen. “Menschen sind wie Stachelschweine”, philosophierte Schopenhauer, “kommen sie sich zu nahe, stellen sie die Stacheln auf.”

BLÜTENTRÄUME  ist realistisches, vielschichtiges Schauspielertheater über Aufbruch und Versagen, neue Träume und alternde Körper. Und natürlich über die Liebe, die immer schwer, aber auch immer möglich ist. Eine Hommage an das Älterwerden in Würde –  im Leben und auf den Brettern, die die Welt bedeuten.

Heidelinde Leutgöb/Regisseurin